Henrik Zinn

Vorbericht zu Werder Bremen - Hamburger SV


Endlich ist es soweit. Am Samstagabend steigt das lang ersehnte Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV. In diesem Jahr hat das Spiel zusätzliche Brisanz, da beide Teams um den Klassenerhalt kämpfen. Die Rivalität zwischen den Nordklubs ist extrem groß, daher sind hitzige 90 Minuten garantiert. Anstoß im Weserstadion ist um 18:30 Uhr.

Bremen kann den Big-Point holen

Der SV Werder Bremen hat aktuell die besten Karten im Kampf um den Ligaverbleib. Die Mannschaft von Florian Kohfeldt belegt aktuell den 15. Tabellenplatz und hat bereits 6 Zähler Vorsprung vor dem ersten direkten Abstiegsrang. Mit einem Sieg gegen den HSV, welche übrigens den genannten 17. Rang belegt, könnte die Truppe von der Weser also einen Big-Point landen. Entscheiden soll das Duell die Defensive, die in den letzten Duellen einen stark verbesserten Eindruck machte. In den letzten 360 Ligaminuten mussten Keeper Pavlenka lediglich dreimal hinter sich greifen, kein anderes Team aus dem unteren Tabellendrittel kann eine solch positive Bilanz vorweisen. Die Bremer können sich in erster Linie bei ihrem tschechischen Schlussmann bedenken, denn ohne seine Paraden wäre der SVW längst am Tabellenende angekommen. Der Angriff wird sich derweil schleunigst steigern müssen, bis dato war man erst 21-Mal erfolgreich, lediglich die Hamburger agieren vor dem gegnerischen Tor noch ungeschickter. Aus den letzten 3 Spielen holte man gute 6 Punkte, diesen Aufwärtstrend wird man am Samstag fortsetzen wollen.

Hamburg braucht den Sieg

Die Lage beim Hamburger SV ist extrem angespannt. Mittlerweile sehnen sich die Verantwortlichen sogar nach dem Relegationsplatz, dieser ist jedoch 6 Zähler entfernt und niemand weis, wie man solch einen Rückstand aufholen soll. Die Euphorie nach dem Trainerwechsel, hin zu Bernd Hollerbach, ist längst verpufft und selbst die sonst so treuen Fans stehen am Rande der Verzweiflung. Größte Baustelle des „Bundesliga-Dinos“ ist der Angriff. Erst 18 Treffer konnte man in dieser Spielzeit markieren, kein anderes Team war schlechter. Vor dem gegnerischen Tor versagen den Stürmern regelmäßig die Nerven und die Chancenverwertung ist schlichtweg katastrophal. In den letzten 5 Duellen konnte man lediglich zweimal Jubeln, bei solchen Leistungen wäre der Abstieg nur gerecht. Die Abwehr kann die Defizite bei weitem nicht kompensieren, dafür steht man viel zu unsicher. Der HSV kassierte bereits 34 Gegentreffer und mittlerweile lässt sich sogar der wertvollste Spieler, Innenverteidiger Papadopoulos, von den schwachen Leistungen anstecken. Ein Sieg gegen Bremen wäre extrem wichtig, allerdings scheinen die Hamburger die Hoffnung schon aufgegeben zu haben.

Direkter Vergleich

Die Partie Bremen gegen Hamburg zählt zu den traditionsreichsten der Bundesliga, die Teams standen sich bereits 107-Mal gegenüber. In den letzten Jahren spielten beide Teams auf dem gleichen Niveau, auch im Hinspiel neutralisierte man sich (0:0).

Fazit

Die Gäste aus Hamburg stehen am Rand der Verzweiflung und die zuletzt gezeigten Leistungen grenzten an Arbeitsverweigerung. Man benötigt dringend Punkte, um den Abstieg noch irgendwie zu verhindern, allerdings scheint die komplette Mannschaft überfordert zu sein. Bremen hingegen befand sich zuletzt auf einem aufsteigenden Ast und hat die Abstiegsränge vorerst verlassen. Mit einem Sieg könnten sie sich etwas absetzen, daher wird die Motivation der Kohfeldt-Truppe extrem groß sein. Wenn die Gastgeber konzentriert auftreten und auf ihre Stärken vertrauen, können sie das Derby für sich entscheiden.

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