Julius Bergerhoff

Vorbericht zu Werder Bremen - 1899 Hoffenheim


Endlich nimmt auch die Bundesliga nach der Winterpause den Spielbetrieb auf. Samstagnachmittag geht es für die TSG Hoffenheim Richtung Norden nach Bremen. Die Partie im Weserstadion wird um 15:30 Uhr angepfiffen.

Bremen steckt weiter im Abstiegskampf

Neues Jahr, alte Sorgen. Werder hat eine enttäuschende Hinrunde abgeliefert und muss nun mächtig punkten, um nicht abzusteigen. Lediglich 15 Punkte konnten die Werderaner in den ersten 17 Partien holen, man steht somit auf dem Relegationsplatz. Die gute Nachricht aus Sicht der Bremer: vielen anderen geht es genauso. Der Tabellenkeller der Bundesliga ist so eng, dass zwei Siege hintereinander bereits einen großen Unterschied machen können. Das Duell gegen die Sinsheimer ist daher wegweisend für den Verlauf der Rückrunde. Bislang versucht Grün-Weiß vor allem über die Außen in den gegnerischen Sechzehner zu kommen. Von hier aus wird der Ball entweder geflankt oder zurückgelegt. Die Erfolgsrate im Angriff lässt allerdings zu wünschen übrig. Im Durchschnitt schießt Werder 13 Mal pro Spiel, hat insgesamt aber erst 13 Treffer erzielen können – nur der abgeschlagene Tabellenletzte aus Köln traf noch seltener. Anders sieht es wiederum in der Defensive aus. Hinten steht Bremen sicher und hat nur 20 Gegentreffer hinnehmen müssen. Hinter Bayern München und Eintracht Frankfurt sind dies die wenigsten kassierten Gegentore der Bundesliga.

TSG zuletzt im Abwärtstrend

Julian Nagelsmanns Team hat das Jahr 2017 mit gemischten Gefühlen beendet. Auf der einen Seite steht man in der Bundesliga auf einem vielversprechenden siebten Rang. Mit 26 Punkten auf dem Konto ist der Rückstand auf die ersten Plätze gering, ebenso schnell kann die TSG aber auch ins Mittelfeld abrutschen. In diese Richtung weist der Trend der letzten Begegnungen. Von den letzten elf Liga-Partien konnten die Sinsheimer nur drei für sich entscheiden. Im Angriff kann Hoffenheim nicht mehr auf Leader Sandro Wagner bauen. Der 1,94-Hühne wechselte im Winter für rund 13 Millionen Euro zum FC Bayern. Ein weiterer Verlust im Sturm steht der TSG im Sommer bevor. Toptorschütze Mark Uth wird im Sinsheim im Sommer ablösefrei Richtung Gelsenkirchen verlassen. Zusammen waren die beiden Stürmer für fast die Hälfte der Tore Hoffenheims verantwortlich. Besonders gut stehen die Zeichen vor dem Bremen-Duell also nicht. Außerdem hat man auswärts zuletzt drei Spiele hintereinander verloren. Wollen die Sinsheimer sich erneut für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren, ist höchste Vorsicht angesagt.

Direkter Vergleich

Hier herrscht Ausgeglichenheit. Von den jüngsten sechs Begegnungen wurden konnten beide Teams je zwei gewinnen, ebenfalls zwei Mal teilte man sich die Punkte.

Fazit

Im Weserstadion steht uns eine interessante Partie bevor. Für beide Beteiligten ist das Ergebnis ein wegweisendes, verlieren ist ausgeschlossen. Die Hausherren kommen mit einem besseren Gefühl ins Jahr 2018, während die TSG auch im Testspiel gegen SBV Excelsior nicht gewinnen konnte (2:2). Kann Bremen an seine Leistungen anknüpfen, ist ein Sieg des Tabellen-16. drin.


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