Julius Bergerhoff

Vorbericht zu Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg


Im letzten Spiel des 18. Spieltags der Bundesliga stehen sich Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg gegenüber. Das Duell wird Sonntag um 18:00 Uhr angepfiffen.

BVB wieder im Aufschwung?

Die Borussia aus Dortmund blickt auf eine turbulente Hinrunde zurück. Nach dem Abgang von Thomas Tuchel sollte Peter Bosz Schwarz-Gelb zu alten Erfolgen führen. Nach einem überragenden Auftakt wendete sich das Blatt gegen die Dortmunder, der BVB rutsche in eine Krise. Diese endete mit der Entlassung Bosz´ und Anstellung Peter Stögers. Mit dem Ex-Kölner gewann man beide absolvierten Liga-Partien (2:0 gegen Mainz, 2:1 gegen Hoffenheim), zuvor konnte man im September nur eine Partie gewinnen. Der Aufwärtstrend soll auch im neuen Jahr weitergehen. Die Bayern einzuholen grenzt der Unmöglichkeit, Platz Zwei ist aber keineswegs unrealistisch. Aktuell steht der BVB auf Rang drei, zwei Punkte hinter dem Erzfeind aus Gelsenkirchen. Zu überzeugen weiß die Borussia wie gewohnt durch Tore, Tore und noch mehr Tore. Kein anderes Team hat in der Liga so häufig eingenetzt wie der BVB. Der überragende Torschütze der Borussen ist nach wie vor Pierre-Emerick Aubameyang (13 Tore). So sind in zwölf der letzten 14 Spiele Dortmunds mindestens drei Tore gefallen. In acht der jüngsten zehn Heimspiele netzte Schwarz-Gelb mindestens zwei Mal.

VfL wartet auf Sieg

Den Wölfen steht eine schwierige Rückrunde bevor. Der VfL rangiert in der Tabelle auf Platz Zwölf und ist mit 19 Punkten nur vier Pünktchen vom direkten Abstiegsplatz entfernt. In den Spielen vor der Winterpause hat man sich nicht mit Ruhm bekleckert. Keines der letzten drei Spiele konnte gewonnen werden. Noch dazu kommt, dass man dem 1.FC Köln seinen ersten Saisonsieg vermacht hat: Das Duell bei den Geißböcken wurde mit 0:1 verloren. In Wolfsburg muss also höchste Alarmbereitschaft herrschen, will man nicht erneut um den Klassenerhalt bangen. In der Vorsaison rettete man sich in der Relegation. Die Schwäche der Wölfe ist ihre Durchschnittlichkeit. In kaum einer Partie weiß der VfL auf ganzer Linie zu überzeugen, immer wieder gibt es Nachlässigkeiten. So sind 21 erzielte Treffer ein akzeptabler Wert, ebenfalls kassierte man aber auch 21 Gegentore. Einen Torgaranten hat der Club nicht in seinen Reihen: drei Spieler (Didavi, Malli, Origi) sind für 13 Tore verantwortlich. Über diese Durchschnittlichkeit kommen die Wölfe bislang nicht hinweg, vor allem gegen favorisierte Teams zieht man deshalb den Kürzeren.

Direkter Vergleich

Diese Statistik spricht klar für die Gastgeber. Der BVB hat fünf der letzten sechs Aufeinandertreffen mit Wolfsburg gewinnen können. Einmal ging der VfL als Sieger vom Platz.

Fazit

Die Borussia ist mit Peter Stöger wieder zur alten Stärke gekommen. Prompt gab es zwei Siege, die teilweise an den überragenden Offensivfußball des Saisonanfangs erinnert haben. Besonders stark präsentiert sich Dortmund im eigenen Stadion. Der VfL hingegen konnte keines seiner sieben letzten Auswärtsspiele gewinnen. Unter normalen Bedingungen geht Schwarz-Gelb als Sieger vom Platz.


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