Henrik Zinn

Vorbericht zu 1. FC Heidenheim - Eintracht Frankfurt


Die Achtelfinalpartie zwischen dem 1. FC Heidenheim und Eintracht Frankfurt ist auf dem Papier die klarste Angelegenheit von allen. Der Zweitligist aus Heidenheim steckt tief in den Abstiegsregionen fest, dennoch ist man gewillt, sich nicht von vornherein geschlagen zu geben und den Frankfurtern alles abzuverlangen. Anpfiff in der Voith-Arena ist am Mittwoch um 20:45 Uhr.

Heidenheim will die Wende

Die zweite Jahreshälfte war für die Heidenheimer kein Zuckerschlecken, im Gegenteil. In der Liga läuft es so schlecht wie lange nicht mehr (Platz 15) und der Abstand auf den Relegationsplatz 16 ist innerhalb der letzten Wochen auf nur 3 Punkte geschmolzen. Nun muss man jedoch den Ligaalltag abhaken und sich voll und ganz auf das DFB-Pokal-Achtelfinale konzentrieren, denn gegen Frankfurt ist man der krasse Außenseiter. Die Formkurve des 1. FCH zeigt zwar nach unten, dennoch hofft man, dass endlich der Knoten platzt. Die meisten Hoffnungen ruhen dabei auf der Defensive, denn man muss versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten. In den letzten 6 Partien fing man sich jedoch insgesamt 10 Gegentreffer und blieb in der gesamten Spielzeit nur ein einziges Mal ohne Gegentreffer. In der Offensive läuft es derzeit nicht wirklich besser, der heiß begehrte Flügelspieler Marc Schnatterer gönnte sich zuletzt eine kleine Auszeit und ohne seine Treffer ist der Heidenheimer Angriff aufgeschmissen. Um gegen Frankfurt etwas reißen zu können, muss eine 100-prozentige Leistungssteigerung her. Immerhin hat man die eigenen Fans im Rücken, eventuell kann der 12.-Mann ja beflügeln.

Kann Frankfurt das letzte Jahr wiederholen?

Als Finalist des letzten Jahres gilt man natürlich auch in dieser Saison als Mitfavorit, allerdings lassen sich die Frankfurter von dieser Aussage nicht zusätzlich unter Druck setzen. Die Truppe von Niko Kovac überzeugte nämlich auch in dieser Hinrunde durch ihre ruhige Spielweise und offenbart im Aufbauspiel nahezu keine Schwächen. Mit 26 Zählern steht man hochverdient auf dem 8. Tabellenplatz und ist im Kampf um die internationalen Plätze ganz vorne mit dabei (Abstand auf Platz 3 beträgt 2 Punkte). Diesen Siegeszug will man nun im Achtelfinale gegen Heidenheim fortsetzen und vertraut dabei vor allem auf Sébastien Haller, der zu den Senkrechtstartern der Hinrunde zählt. Mit 6 Toren und 2 Treffern hat er großen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft und er bereichert zweifelsohne die Qualität der Offensive. Auch die Abwehrreihen stehen in dieser Saison sehr gut und Torwart Hradecky kann sich in jedem Spiel auf seine Vorderleute verlassen. Aus den letzten zwei Spielen holten die Hessen 4 Punkte, dementsprechend ist die Brust sehr breit. Man wird die Heidenheimer so früh wie möglich in Rückstand bringen wollen, um dann die Kontrolle übernehmen zu können.

Direkter Vergleich

Es ist das erste Duell dieser beiden Mannschaften

Fazit

Die Gastgeber aus Heidenheim müssen in dieser Saison mächtig kämpfen, um nicht den sportlichen Tiefschlag erleben zu müssen. Das Spiel der Baden-Württemberger ist komplett zerfahren und die Fehlerketten reichen von der Abwehr bis zur Offensive. Frankfurt hingegen spielt eine starke Saison und überzeugt durch die Stabilität im Spielaufbau. Die schnellen Angreifer sind vor dem gegnerischen Tor extrem souverän und sie werden die Abwehrfehler der Heidenheimer gnadenlos ausnutzen. Sofern die Frankfurter keinen schwarzen Tag erwischen, dürften sie in das Viertelfinale einziehen.


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